2. KI Generierte Texte

Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Texte
Recht & Praxis

Müssen KI-generierte Texte gekennzeichnet werden?

Eine pauschale Kennzeichnungspflicht für alle KI-Texte gibt es gesetzlich nicht. Je nach Verwendungszweck, Branche und Plattform gelten jedoch klare Regeln.

1. Gesetzliche Lage (EU AI Act)

Die Verordnung zur künstlichen Intelligenz der EU legt Transparenzpflichten fest, um Verbraucher zu schützen und Desinformation vorzubeugen:

Deepfakes & Politik

Inhalte von öffentlichem Interesse müssen zwingend als künstlich erzeugt oder manipuliert gekennzeichnet werden.

Pflicht der Anbieter

KI-Entwickler müssen KI-Inhalte technisch markieren (z. B. Metadaten oder Wasserzeichen), um die Erfassung zu erleichtern.

Alltags- & B2B-Texte

Für private Nutzung, interne Kommunikation oder einfache Firmenbeiträge gilt meist keine Kennzeichnungspflicht.

2. Pflichten nach Anwendungsbereich

Wo eine Kennzeichnung konkret erforderlich oder empfohlen ist:

Anwendungsbereich Pflicht? Hintergrund & Details
Schule & Hochschule Ja Unangemeldete Nutzung gilt in Prüfungen als Täuschungsversuch bzw. Plagiat.
Journalismus & Medien Ja Der Pressekodex fordert Transparenz darüber, ob eine KI am Text mitgewirkt hat.
Urheberrecht Bedingt Rein KI-generierte Texte besitzen keinen Urheberrechtsschutz ohne eigenen Schöpfungsanteil.
Werbung & Marketing Bedingt Irreführende Werbung ist untersagt (UWG). Eine getäuschte Identität erfordert Kennzeichnung.
Social Media & SEO Plattform-Regeln Plattformen verlangen teils Häkchen für „Synthetischen Content“. Google prüft Fokus auf E-E-A-T-Qualität.

Praxis-Empfehlung

Setze auf Transparenz, um das Vertrauen deiner Leser zu stärken. Verwende beispielsweise solche Hinweise:

  • „Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.“
  • „KI-generierter Entwurf, überarbeitet von [Dein Name].“

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